Wie der Partisanengeneral Kowpak auf Kundschaft ging

1
Man erzählt, daß in den letzten Tagen des Monats
Februar 1943 ein alter Mann in das Dörfchen
Chrapkow im Bezirk Choiniki kam, um Pech zu
verkaufen. Das Pech war sehr billig. Arme und
Reiche kamen herbei, um es zu kaufen. Als sich
viele Leute um den Schlitten versammelt hatten,
holte der alte Mann ein Päckchen Flugblätter hervor,
gab es den Leuten und sagte: „Liebe Leute,
hört und lest, was euch der alte Kowpak zu sagen
hat. Heute bin ich noch allein, aber in einer Woche
werde ich ein Heer haben, und wir werden die faschistischen
Okkupanten vertreiben!“
Der Kundschafter war General Kowpak selbst.
2
In einem kleinen Ort verkaufte ein unbekannter
alter Manu Kreide. Als gegen Abend alle fortgegangen
waren, schrieb der Alte an eine Hauswand:
„Wer Kreide gekauft hat, hat auch den Partisanen
Kowpak gesehen.“
Dann verschwand er in unbekannter Richtung.
3
Eines Tages kam im Winter 1943 ein alter Mann
mit einem Sack in eine Hütte. Er bat wie ein Bettler
um ein Stück Brot und Salz. Brot gaben ihm
die Leute, aber Salz hatten sie nicht.
„Sollen sie verrecken wie die Hunde!“ sagte die Frau.
„Wartet nur ein Weilchen“, sagte der Alte, „bald
bekommt ihr Salz!“ Dann verließ er die Hütte.
Nach einigen Tagen stolperte der Besitzer der
Hütte im Dunkeln über einen Sack. Er brachte den
Sack in die Hütte, und es war Salz darin. Die
Kowpak-Partisanen hatten es als Geschenk des
Generals hingelegt.

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