Janko und die Königstochter

Es war einmal ein alter Mann, der hatte drei Töch-ter und einen Sohn Janko. Er hatte keine Frau mehr, dieser Alte, und war schon schwach. Weil er schon alt war und den Tod nahen fühlte, sagte er zu seinem Sohn: „Nun, Söhnchen, paß auf, wenn nach meinem Tode Brautwerber kommen, gib zuerst die älteste Schwester fort. Wenn die nächsten kommen, gib die mittlere, und wenn das dritte Mal Brautwerber kommen, gib ihnen die jüngste!“
Nach kurzer Zeit starb der Alte.
Da kam der Rabe Rabensohn als Freier geflogen. Janko gab ihm die älteste. Dann kam der Ad-ler Adlersohn geflogen, und Janko gab ihm die mittlere. Als letzter kam der Zander Zandersohn und bekam die jüngste. Obwohl er nicht wußte, wo die Schwestern hingingen, gab er sie fort. Er wollte gern zu ihnen zu Besuch fahren, aber er wußte nicht, wohin. Da beschloß er, sie suchen zu gehen, und zog los.
Er ging und ging und sah, wie sich auf dem Wege Teufel schlugen. Sie hatten drei Dinge gefunden, eine Tarnkappe, Stiefel und ein gepanzer-tes Pferd, und wußten nun nicht, wie sie sie un-tereinander aufteilen sollten. Als Janko zu den Teufeln kam, freuten sie sich, und der eine fragte:
„Kannst du uns nicht sagen, Poleschuk1, wie wir uns die drei Sachen teilen sollen?“
Er willigte ein und sagte: „Lauft fünf Kilometer. Wer zuerst ankommt, bekommt zwei Sachen, und wer danach kommt, die dritte.“
Sie waren einverstanden und liefen los. Er aber zog sich die Stiefel an, setzte sich die Tarnkappe auf, schwang sich auf das gepanzerte Pferd und flog davon. Als die Teufel zu der Stelle zurückka-men, sagte der eine: „Nun haben wir aber gut ge-teilt, keiner hat etwas bekommen.“
Als Janko eine Weile geflogen war, sah er etwas leuchten. Er fragte sein gepanzertes Pferd: „Was ist das, geht die Sonne auf, oder brennt dort Feuer?“
Da sagte das gepanzerte Pferd: „Das Licht brennt im Palast deiner ältesten Schwester.“
„Dann fliege dorthin und laß dich dort hinab!“
Das gepanzerte Pferd ließ sich hinab, und er ging in den Palast. Als die Schwester den Bruder erblickte, freute sie sich. „Gut, daß du zu mir gekommen bist, Brüderchen. Aber wenn mein Mann, der Rabe Rabensohn, kommt, wird er dich um-bringen, sobald er dich erblickt!“
Sie gab ihm zu essen und schloß ihn in ein be-sonderes Zimmer ein. Da kam der Rabe Rabensohn geflogen. Er trat in den Palast und sagte zu seiner Frau: „Ach, wie es hier nach russischem Atem riecht!“
„Du bist durch die Welt geflogen, mein Lieber, hast russischen Atem gerochen und riechst ihn jetzt auch noch!“
Sie gab ihm zu essen und brachte beim Abendbrot das Gespräch auf ihren Bruder: „Ich habe doch einen Bruder, der ist allein geblieben. Was wäre, wenn er zu uns zu Besuch kommen würde?“
Da sagte der Mann: „Was dann wäre? Nun, dann würden wir trinken, feiern und lustig sein.“
Da gestand sie ihm, daß der Bruder schon da war.
„Rufe ihn her!“ sagte der Rabe Rabensohn.
Da tranken sie und feierten drei Tage lang. Sie tranken, sangen und waren lustig. Als drei Tage vergangen waren, sagte der Bruder: „Nun will ich wieder weitergehen, liebe Schwester“, und verabschiedete sich. Sie nahm ein Handtuch heraus und sagte: „Hier hast du ein Handtuch, mein lieber Bruder, du wirst es unterwegs gebrauchen können.“
Er flog zu seiner zweiten Schwester.
Bei der zweiten Schwester, der Frau vom Adler Adlersohn, war es genauso. Auch sie schenkte ihm solch ein Handtuch.
Er schwang sich wieder auf sein gepanzertes Pferd und flog zur dritten Schwester. Als er ein Licht erblickte, fragte er das gepanzerte Pferd: „Geht die Sonne auf oder unter, oder was ist das dort?“
Da antwortete das gepanzerte Pferd: „Das ist das Licht bei deiner jüngsten Schwester im Palast.“
Das war ein Palast am Meer. Er ging in diesen Palast hinein. Die Schwester freute sich, als sie den Bruder erblickte: „Ach, mein liebes Brüderchen, wie schön, daß du zu mir gekommen bist! Aber wenn mein Mann, der Zander Zandersohn, heimkommt, dann wird er dich vielleicht umbrin-gen.“
Sie gab dem Bruder zu essen und zu trinken und versteckte ihn in einem besonderen Zimmer.
Das Meer toste, Zander Zandersohn schlug mit dem Schwanz auf, wurde zu einem hübschen Burschen und ging in seinen Palast. Drinnen sagte er: „Ach, hier riecht es nach russischem Atem!“
Da sagte seine Frau: „Mein Lieber, du bist durch das Meer geschwommen und hast russischen Atem gerochen, und jetzt scheint es dir, als rieche es auch hier danach.“
Sie gab ihm zu essen und fragte ihn, was wäre, wenn ihr Bruder zu ihnen kommen würde.
„Gar nichts wäre, trinken würden wir, feiern und lustig sein!“
Nun, da rief sie ihren Bruder, und sie tranken, feierten und waren lustig. In der Unterhaltung sagte der Bruder: „Ich bin jetzt allein zurückgeblieben. Wie wäre es, wenn ich auch heiraten würde?“
Zander Zandersohn überlegte und sagte: „In einem Königreich lebt eine Königstochter, aber es ist nicht leicht, sie zu bekommen. Wir waren drei Brüder, und andere als du, und haben sie auch nicht bekommen, so hat es für dich auch keinen Zweck, daran zu denken.“
Der Bruder aber fragte nun, wo und in welchem Königreich sie sich befindet. Dann verabschiedete er sich von seiner Schwester und ging fort. Sie gab ihm ein Handtuch. „Mein lieber Bruder, das wirst du unterwegs gebrauchen können.“
Er setzte sich auf das gepanzerte Pferd und flog fort. Als er eine Weile geflogen war, erblickte er etwas Helles. Er fragte sein gepanzertes Pferd: „Geht die Sonne auf, oder brennt dort ein Feuer?“
„Dort brennt Licht im Palast der Königstochter“, sagte das gepanzerte Pferd.
„Nun, dann fliege dorthin und laß dich dort hinab!“
Das gepanzerte Pferd ließ sich hinab. Er ging zum Palast, aber die Diener des Königs wollten ihn nicht hineinlassen. Er sagte den Dienern, daß er als Brautwerber gekommen sei. Nun, da ließen sie ihn durch. Die Königstochter hatte eine Grube, wenn jemand als Brautwerber kam, ließ sie ihn in diese Grube werfen und gab ihm nichts zu essen. Wenn sie nun einen neuen Menschen hineinwarf, zerrissen ihn jene, die sich schon darin befanden, und fraßen ihn auf. Die Königstochter wollte, daß auch dieser Brautwerber gefressen wird, deshalb befahl sie ihren Dienern, ihn in die Grube zu wer-fen, und sie warfen ihn hinein.
Nach einiger Zeit sagte sie zu einem Diener: „Geh hin und horche, was in der Grube geschieht!“
Janko hatte ein Handtuch herausgenommen und es geschüttelt, da spendete das Handtuch zu essen und zu trinken, was man wollte, und herrliche Musik ertönte. Als der Diener der Königstoch-ter nun kam und lauschte, da konnte er sich gar nicht satthören an der Musik und ging lange nicht von der Grube fort. Als er dann zur Königstochter kam, fragte sie ihn: „Warum warst du so lange dort?“
„Ja, Königstochter, wenn Ihr gegangen wäret, dann wäret Ihr sicher auch lange dortgeblieben. Man kann sich gar nicht satthören und sich nicht genug freuen, solch eine wundervolle Musik wird dort gemacht.“
Da ging die Königstochter nachsehen. Wirklich, in der Grube wurde gefeiert, getrunken, gesungen und gespielt.
Da rief sie: „Was ist bei euch los, Janko?“
„Das kommt alles aus diesem Handtuch“, und er zeigte es ihr.
Da fragte die Königstochter: „Ist dieses Handtuch vielleicht verkäuflich?“
„Nein“, sagte er, „es ist nicht verkäuflich, es ist ein Zauberhandtuch.“
„Aber wie kann man es bekommen?“
„Die Königstochter soll mir ihre Beine bis zu den Knien zeigen, dann gebe ich es ihr!“
Nun, da zeigte sie ihre Knie und ließ sich das Handtuch geben. Sie nahm es und dachte: Jetzt werden sie ihn fressen.
Nach einer Weile schickte sie wieder den Diener zum Nachsehen.
Aber Janko hatte sein zweites Handtuch geschüttelt, und man konnte nun noch mehr feiern und saufen.
Das erfuhr die Königstochter, sie kam selbst und fragte: „Ist Euer Handtuch verkäuflich?“
„Nein, es ist nicht verkäuflich, es ist ein Zau-berhandtuch.“
„Aber wie kann man es bekommen?“
„Die Königstochter soll mir ihren Körper bis zum Gürtel zeigen! Dann gebe ich es ihr.“
Nun, da zeigte sie ihm ihren Körper bis zum Gürtel, und er gab ihr das Handtuch.
Aber dann schüttelte er das dritte Handtuch, und es wurde noch schöner in der Grube. Wieder schickte die Königstochter einen Diener, um nachzuschauen, was dort in der Grube los war. Dann ging sie selbst hin und rief: „Was ist bei euch los, Janko?“
Er zeigte das Handtuch. „Das ist das letzte.“
„Wie kann man es bekommen?“
„Die Königstochter soll nackt mit mir in ein Zimmer gehen.“
Nun, sie überlegte und willigte ein. Sowie sie in das Zimmer gekommen waren, sündigten sie. Sie umarmte ihn und küßte ihn. „Nun wirst du mein Mann!“ sagte sie.
Dann heirateten sie und lebten zusammen.
Einmal ging die Königstochter in den Garten, gab Janko die Schlüssel und sagte: „Geh, wohin du willst, aber in dieses Zimmer – und sie zeigte es ihm – geh nicht hinein!“
Sie ging hinaus, und er überlegte: Warum soll man nicht dort hineingehen?
Es interessierte ihn, und er ging hinein. Als er das Zimmer öffnete, sah er dort einen Drachen hängen. Er hing dort, an den Pfoten gefesselt.
Der Drache bettelte: „Binde mich los! Dafür wirst du drei Leben leben, binde mich los!“
Er überlegte: Es wäre gut, drei Leben zu leben.
Dann band er ihn los. Kaum war er frei, da rannte der Drachen in den Garten zur Königstoch-ter und trug sie fort. So blieb Janko ohne alles zu-rück. Er beschloß, sich auf sein gepanzertes Pferd zu setzen und fortzufliegen, um seine Frau zu su-chen.
Als er ein Weilchen geflogen war, erblickte er etwas Helles.
Er fragte das gepanzerte Pferd: „Geht die Son-ne unter, oder brennt dort Feuer?“
Da sagte das gepanzerte Pferd: „Das Licht brennt im Reich des Drachen.“
„Fliege dorthin und laß dich dort hinab!“
Er ging in den Palast des Drachen, aber der war nicht zu Hause, sondern nur die Königstochter. Er stieg mit seiner Frau auf das gepanzerte Pferd, und sie flogen davon.
Der Drache hatte aber ein fliegendes Pferd, das alles wußte, es sagte zum Drachen: „Eure neue Frau ist nicht mehr da!“
„Wo ist sie denn?“
„Janko hat sie mitgenommen und ist auf dem gepanzerten Pferd mit ihr davongeflogen.“
Da fragte der Drache das Pferd: „Schaffen wir es noch, das Feld zu pflügen, zu besäen und Bier zu brauen?“
„Ja, das schaffen wir.“
Sie pflügten, säten, tranken sich satt an Bier und jagten dann los. Als sie Janko erreichten, nahm ihm der Drache seine Frau weg und sagte: „Nun hast du schon ein Menschenleben gelebt!“
Da flog Janko ein zweites Mal zum Drachen und stahl die Königstochter. Und wieder war es dasselbe. Der Drache sagte: „Nun hast du dein zweites Leben gelebt!“
Als der Drachen ihn beim dritten Mal einholte, sagte er: „Jetzt hast du alle Leben gelebt!“, erschlug ihn, vergrub ihn, stellte einen Pfahl auf, hängte eine Tafel daran und schrieb darauf: „Janko kam um wegen seiner Frau, der Königstoch-ter.“ Das gepanzerte Pferd aber nahm der Drache mit.
Am anderen Tage ritten der Rabe Rabensohn, der Adler Adlersohn und der Zander Zandersohn auf die Jagd. Sie kamen zu diesem Pfahl, lasen die Tafel und errieten, daß dort ihr Schwager er-schlagen worden war. Da sagte Zander Zandersohn: „Hab ich’s ihm doch gesagt, daß es kein Glück bringt, dieser Königstochter nachzujagen! Nun ist er ihretwegen umgekommen.“
Sie begannen das Grab zu öffnen und gruben ihn aus. Flaschen mit Lebens- und mit Heilwasser hatten sie bei sich. Als sie ihn mit dem Heilwasser bespritzten, verheilten die Wunden, und als sie ihn mit dem Lebenswasser bespritzten, wurde er wieder lebendig. Die drei Schwager verabschiedeten sich von ihm und ritten weiter ihres Weges.
Nun ja, das gepanzerte Pferd hatte er nicht mehr. Er ging los, aber er wußte nicht wohin. So ging er ein Weilchen und kam an einen Sumpf. Dort hatte sich der Teufel eine Weidenrute he-rausziehen wollen und war in einem Spalt stek-kengeblieben. Janko wollte dem Teufel helfen. Er rettete ihn, und dann zogen sie die Weidenrute zu zweit heraus.
„Ich weiß, wohin du willst“, sagte der Teufel. „Geh dort zu jenem Vorwerk. Dort wohnt eine Hexe. Sie wird dir ein Pferd versprechen, wenn du ihr drei Tage lang dienst. Sei einverstanden, ich werde dir schon helfen!“
Er ging zu jener Hütte, sie war mit einem eiser-nen Zaun umgeben, und auf jedem Eisenpfahl stak ein Menschenkopf. Auf einem war noch kei-ner. Da dachte er: Da soll wohl mein Kopf hin-kommen.
Er ging aber trotzdem in die Hütte und fragte die Alte: „Habt Ihr irgendeine Arbeit für mich?“
Sie antwortete: „Ja, wenn du mein Pferd drei Tage hütest, gebe ich dir, was du willst. Wenn du aber nicht aufpaßt, kommt dein Kopf auf den Pfahl!“
Dann gab sie ihm das Pferd. Er führte es hin-aus, und da rief ihn schon der Teufel. Der Teufel machte einen Zaun aus Stacheldraht (wie im Krieg). Dort ließen sie das Pferd hinein und be-wachten es. Das Pferd lief umher und weidete den ganzen Tag. Als Janko das Pferd nahm, um es wieder heimzuführen, da sagte der Teufel: „Leg dich im Pferdestall schlafen! Die Hexe wird dorthin kommen und das Pferd schlagen, weil es nicht fortgelaufen ist.“
Er tat es auch und nahm nichts zu essen. (Sie gab ihm Abendbrot.) Dann legte er sich in den Pferdestall. In der Nacht kam die Alte und schlug das Pferd. Sie schlug es und fragte: „Warum bist du nicht fortgelaufen?“
Das Pferd sagte: „Wie sollte ich denn fortlaufen? Hier stach es und dort stach es.“
Am nächsten Tag brachte er das Pferd wieder auf die Weide und machte alles genauso, doch ohne den Teufel.
Am dritten Tag bereitete die Hexe ihm Gebrate-nes und Gekochtes und tat Schlaftropfen in das Essen, damit er einschlafen sollte und das Pferd davonlaufen konnte. Janko war drei Tage hungrig gewesen und aß alles, was sie ihm gab. Und als er nun hüten wollte, da wurde er müde. Der Teufel aber sagte von der Seite: „Laß mich das machen, Mensch, ich werde aufpassen!“
Nun hütete der Teufel den ganzen Tag das Pferd. Abends sagte er zu Janko: „Paß gut auf und wähle dieses Pferd. Die Alte wird es zwar so schlagen, daß es schlimmer aussehen wird als alle anderen Pferde. Aber es ist der jüngste Bruder vom Pferd des Drachen. Jetzt ist es noch jung, und wenn es älter ist, wird es auch durch die Lüfte fliegen.“
Janko brachte das Pferd zurück, aß Abendbrot und legte sich schlafen. Am anderen Morgen stand er auf und sagte zu der Alten: „Ich will dann losgehen!“
„Ich habe versprochen, dir zu geben, was du willst.“
„Ich brauche ein Pferd.“
Sie führte viele Pferde und auch jenes heraus, das sie geschlagen hatte.
Er sagte: „Alte, gib mir dieses, das allerschlechteste!“
Da sagte sie: „Nimm das beste, wo kommst du mit dem schlechtesten schon hin?“
„Für mich reicht das schlechteste.“
Nun, so gab sie es ihm, und er ritt los.
Als er eine Weile geritten war, sagte das Pferd. „Ich bin noch schwach. Ich weiß, wohin du reiten willst. Zu dem Drachen, um die Königstochter zu holen. Aber ich kann es noch nicht mit meinem fliegenden Bruder aufnehmen. (Das ist mein Bruder, beim Drachen.) Laß mich einen Monat lang ausruhen und geh zu irgendeinem Onkelchen und arbeite bei ihm. Wenn du fortgehst, bitte ihn, daß er dir Stricke gibt. Ich werde die Zeit über wei-den.“
Er stieg vom Pferd und ging in ein Dorf. In die erste beste Hütte trat er ein: „Habt Ihr vielleicht irgendeine Arbeit für mich? Ich kann einen Monat lang arbeiten.“
„Warum nicht“, sagte so ein Onkelchen, „Arbeit ist genug da, bleib nur hier!“
Janko blieb einen Monat bei ihm und sagte dann: „Jetzt muß ich von Euch fortgehen!“
Da sagte das Onkelchen: „Ich muß dich doch bezahlen.“
„Gebt mir Stricke!“
Das Onkelchen lachte. „Willst du dich aufhängen?“ scherzte er, gab ihm aber dann den Strick und Brot für den Weg und bezahlte ihn noch für die gute Arbeit.
Janko ging zu der Stelle, wo das Pferd weidete. Das Pferd sagte zu ihm: „Setz dich auf mich und halte dich schön fest!“
Wie das Pferd losjagte, als ob der Wind pfiff! Dieses Pferd kam schneller zum Palast des Drachen als das gepanzerte Pferd. Janko stieg ab und ging in den Palast. Der Drache war gerade nicht da, nur die Königstochter. Er nahm sie, setzte sich mit ihr auf das Pferd, und sie flogen fort. Das Pferd des Drachen sagte zu dem Drachen: „Unsere Herrin, die Königstochter, ist nicht mehr da!“
Der Drache fragte: „Wo ist sie denn?“
„Janko hat sie wieder geholt.“
„Ich habe ihn doch erschlagen.“
„Seine Schwäger haben ihn ausgegraben und wieder zum Leben erweckt, und er ist davongerit-ten.“
„Können wir noch pflügen, säen und Bier brau-en?“ fragte der Drache.
Das Pferd sagte: „Daran ist gar nicht zu denken, wir können nicht einmal mehr Tee trinken!“
„Nun, dann wollen wir losjagen!“
Sie jagten und jagten und waren schon ganz nahe herangekommen, da wandte sich das Pferd, auf dem Janko ritt, um und sagte zum Pferd des Drachen: „Lieber Bruder, ich trage hier diesen russischen Menschen, du aber trägst einen Teufel auf dir. Stolpere mit dem linken Fuß und wirf den Drachen ab.“
Das Pferd des Drachen stolperte und warf den Drachen ab. Er konnte nicht mehr aufstehen. Jan-ko sprang vom Pferd und erschlug diesen Teufel. Dann nahm er dessen Pferd, saß auf und überließ der Königstochter sein Pferd. So kamen sie schnell zu ihrem Palast.
Vielleicht leben sie noch heute, das weiß ich nicht.

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