Der weise Iwan

In einem Zarenreich, in einem Staat hatte ein Zar einen Sohn Iwan-Zarewitsch. Und sobald der volljährig war, begann er seinen Vater zu bitten, er wolle eine Braut suchen gehen. Und zog los. Er kommt zu einem König, der hat drei Töchter, dieser König. Und er hätte es schon gern gesehen, wenn Iwan-Zarewitsch irgendeine Tochter genommen hätte; er empfängt ihn mit großer Freude. Alle sind sehr froh und setzen sich zum Essen. Iwan-Zarewitsch sagt zu seinem Hofmeister: „Hofmeister, geh und stelle fest, wo die Königstöchter ihre Schlafzimmer haben!“ Der Hofmeister ging und stellte es fest. Das Abendessen war zu Ende. Iwan-Zarewitsch fuhr mit seinem Hofmei-ster davon. „Wenn ich doch hören könnte“, sagt er, „was sie über mich reden werden!“ Der Hofmeister führte Iwan-Zarewitsch zu ihrem Schlafzimmer.
In dieses Schlafzimmer kamen alle drei Königstöchter und waren voll Freude. „Ach, wenn Iwan-Zarewitsch mich nähme, ich würde ihm aus einer einzigen Handvoll Flachs Hemd und Hose spinnen.“ Und die zweite sagt: „Ach, wenn Iwan-Zarewitsch mich nähme, ich würde ihm aus einem einzigen Rocken Flachs Hemd und Hose spinnen.“ Die dritte aber sagt: „Da habt ihr was Rechtes gefunden, euch zu brüsten! Wenn Iwan-Zarewitsch doch mich nähme, ich würde ihm sechs Söhne gebären und als siebenten einen weisen Iwan, die Arme bis zu den Ellbogen in Gold, die Beine bis zu den Knien in Silber und an jedem Haar eine Per-le.“ Iwan-Zarewitsch sagt: „Hofmeister, hörst du, was sie reden?… Jetzt werde ich freien.“
Am Morgen kommt er zum König. „Mir gefällt Eure älteste Tochter sehr“, sagt er. Der Zar freut sich; bei Zaren braucht es kein Bierbrauen und kein Weinbrennen, es ist alles bereit: sie feierten Hochzeit. Sie feierten etwa eine Woche. Er sagt: „Wie steht’s, Seelchen, du hast versprochen, aus einer einzigen Handvoll Flachs Hemd und Hose zu spinnen?“ – „Wie sollte so etwas möglich sein?! Es wird so manches unter Mädchen geredet!“ Er schickte sie kurzerhand ins Kloster und freit um die zweite. Der König gab sie ihm. Wieder feierten sie; dann sagt er: „Nun, wie steht’s, Seelchen, du hast versprochen, aus einem einzigen Rocken Flachs Hemd und Hose zu spinnen?“ – „Kann man denn das überhaupt? Es wird so manches unter Mädchen geredet!“ Nun, er schickte auch diese ins Kloster. Er freit um die jüngste und nimmt die letzte Tochter. Mit der fuhr er zu seinen Eltern.
Sie kamen nach Hause, leben herrlich, alles ist gut. Aber die anderen Schwestern hassen sie. „Wir haben nur eine Woche gelebt“, sagen sie, „sie aber ein Jahr. Alle Kräfte werden wir aufwenden, um sie zu beseitigen.“ So hatte sie ein Jahr gelebt, da wurde sie schwanger. Jene sind bitterböse, aber ins Schloß zu gehen wagen sie nicht, solange der Zar da ist. Der Fürst fuhr fort, da kommen sie zu ihr. „Ach, liebes Schwesterchen! Jetzt seid Ihr schwanger. Ihr braucht ein gutes Großmütterchen… Hier taugen sie alle nichts, wir haben eine Bekannte, die ist sehr tüchtig, du wirst keinen Schmerz spüren.“ Sie vertraute den Schwestern. „Liebe Schwestern! Seid so gut, schickt sie her!“ Es war aber eine Zauberin, ihre Bekannte. Diese Zauberin also kommt zu ihr, gab ihr ein Pulver zu trinken, sie fiel in Ohnmacht und gebar zwei Söhne, die Arme bis zu den Ellbogen in Gold, die Beine bis zu den Knien in Silber; und an jedem Haar eine Perle. Die Zauberin nahm diese Kinder zu sich, an ihrer Stelle aber brachte sie dem Zaren einen jungen Kater und einen jungen Hund. „Was hast du da gebracht? War’s wenigstens ein gewöhnliches Kind!“ – „Was denn, Väterchen, was geboren wird, muß man nehmen.“ Die Fürstin erfuhr’s, weinte und weinte. Der Zar war lange böse, lange brauchten sie, ihn zu besänftigen. Schließlich verzieh er ihr; er liebte sie schrecklich, und alle im Lande liebten sie.
Nach einiger Zeit wurde sie wieder schwanger. Die Schwestern hassen sie noch mehr, weil er wieder mit ihr lebt. Sobald der Fürst nicht da ist, kommen sie wieder und sind wer weiß wie zärtlich zu ihr… „Damals hast du doch gut geboren?“ – „Gut“, sagt sie, „habe keinerlei Schmerz gespürt.“ – „Nun, wir werden dir wieder dieses Großmütterchen schicken!“ – „Ich weiß nicht recht…“, sagt sie. „Nein, nein, unbedingt. Wechseln darf man nicht…“ Wieder kam diese Zauberin, gab ihr ein Pulver, und sie schlief ein… Im Schlaf gebar sie zwei Söhne, die Arme bis zu den Ellbogen in Gold, die Beine bis zu den Knien in Silber, und an jedem Haar eine Perle; sie versteckte sie und legte einen Frosch und eine Maus hin. Sie kam wieder zu sich. „Nun, wie ist’s“, sagt sie, „was habe ich geboren?“ – „Einen Frosch und eine Maus!“ – „Ach, liebes Großmütterchen! Hat nicht irgend jemand in unserem Reich geboren, daß ich die Kinder statt der meinen annehmen kann?“ – „Aber, aber!“ Sie wusch Frosch und Maus und brachte sie zum Za-ren. „Was hast du da wieder gebracht?“ – „Einen Frosch und eine Maus.“ – „Alte Schachtel! Was willst Du damit?“ – „Sie zeigen, Väterchen, sie zeigen!“ Die Zarin weinte und weinte. Es kommen die Generals- und Senatorenfrauen… „Ihr solltet eine andere Wärterin nehmen“, sagen sie. „Ja“, sagt sie, „aber die Schwestern empfehlen sie…“ – „Die hassen Euch ja.“ Den Zaren mußten sie lange Zeit besänftigen… Der Zar verzieh ihr wieder; sie ging wieder aus dem Haus.
Nach einiger Zeit wurde sie wieder schwanger. „Gäbe der Herrgott doch wenigstens ein gewöhnliches Kind!“ Wieder drängten ihr die Schwestern jenes Weib auf, die legte statt der Kinder eine Schlange und irgendein Tierjunges ins Bett. „Großmütterchen, was habe ich geboren?“ – „Eine Schlange, Mütterchen, eine Schlange!“ – „Ach, großer Gott…“ – „Nun, wie ist’s?“… „Was geboren wird, muß man nehmen…“ Lange war der Zar zor-nig, zum letztenmal verzieh er ihr… Und wieder wurde sie schwanger, gebar den weisen Iwan…
Sie wurde zusammen mit diesem weisen Iwan in ein Faß gesteckt und ins Wasser geworfen…
Der weise Iwan wächst im Faß nicht von Tag zu Tag, sondern von Stunde zu Stunde und war schon so weise und so klug. Er streckte sich, schlug gegen den Boden, der Boden flog heraus. Sie waren auf einer Insel. Sie gehen über diese Insel, da erhob sich so ein kalter Wind… „Wie ist mir kalt!“ sagt sie. Sogleich machte er ein Feuer an… „Wärmt Euch ein wenig“, sagt er, „ich will in den Wald gehen und einen Vogel oder ein Tier fangen.“ Er lief an einem See entlang, lief über eine Wiese, lief weiter und sieht eine winzige Hütte. Er ging hinein: niemand da; sogleich begann er nach Eßbarem zu suchen; guckte in den Ofen, nichts… „Warte, ich werde mich unter dem Ofen verstecken!“ Er kroch drunter und sitzt unter dem Ofen… Ein grauhaariger Alter kommt herein, setzte sich auf die Bank, nahm einen Knüppel und warf ihn auf den Fußboden. „Knüppel, ans Werk!“ Sogleich kamen irgendwoher Speisen und Getränke… „Diesen Knüppel müßte ich haben!“ Der Alte aß und trank sich satt, stellte den Knüppel in die Ecke, fing an zu schnarchen und war fest einge-schlafen. Der weise Iwan aber kam hervor, nahm den Knüppel und rennt nach Hause… Rennt an dem gleichen See vorbei und über die gleiche Wiese. Da kommt ein Bäuerlein… „Was trägst du da?“ – „Ein Beil!… Willst du ein Haus bauen, ist’s gleich fertig…“ Und der weise Iwan zeigte ihm den Knüppel… „Tauschen wir!“ Sie tauschten. Der Alte geht hurtig mit dem Knüppel davon. Iwan-Zarewitsch sagt: „Beil! Kann man dem Alten da meinen Knüppel nicht wieder wegnehmen?“ – „Warum nicht?“ sagt das Beil. „Das kann man!“ Es flog davon und nahm dem Alten den Knüppel weg.
Der weise Iwan kommt mit Beil und Knüppel zu seiner Mutter und erzählt der Mutter alles. Die Mutter ist froh, betet zu Gott. Der weise Iwan legt sich schlafen und befiehlt dem Beil und dem Knüppel, sie sollen ein Schloß bauen, genauso ei-nes wie bei seinem Vater. Am Morgen wacht er in dem Schloß auf; die Dienerschaft steht bereit, und alles ist so wie in Vaters Schloß. Sie staunen nur. Am anderen Abend legt sich der weise Iwan schlafen und befiehlt, am Morgen solle auf der Insel ein Anlegeplatz fertig sein… Er steht früh auf, alles ist fertig.
Am nächsten Tag fährt ein Schiff an der Insel vorbei; und die Kaufleute staunen: „Kein Vogel ist hier geflogen, und jetzt steht ein Schloß da.“ Der weise Iwan geht zum Anlegeplatz. „Ihr Herren Kaufleute, kommt bitte!“ Und die Kaufleute stau-nen, gehen mit zu ihm ins Schloß; er bewirtete sie und fragt: „Wohin fahrt ihr und mit was für Wa-ren?“ – „Wir gehen nach Rußland mit den und den Waren. Übrigens“, sagen sie, „hat uns der Zar be-fohlen, Zobel, Marder und Füchse zu beschaffen.“ – „Ja“, sagt er, „ich habe welche!“ Sie legten sich schlafen. Der weise Iwan befiehlt dem Beil und dem Knüppel, die allerbesten Zobel, Marder und Füchse sollten zur Stelle sein. Am Morgen steht der weise Iwan auf, und sie trinken Tee. Nach dem Tee sagt er: „Nun, meine Herren Kaufleute, kommt in mein Arbeitszimmer, die Tiere ansehen.“ Sie gingen, die Kaufleute staunten nur. „Wir haben auch schon viel gekauft“, sagen sie, „aber so etwas haben wir noch nicht gesehen. Wie ist euer Vor- und Vatersname?“ – „Iwan Iwanytsch“, sagt er, „ich wohne mit meiner Mutter hier.“ Und sie fragen ihn: „Wie ist denn“, sagen sie, „der Preis?“ – „Ich schenk sie euch so“, sagt er, „nur nehmt mich mit in euer Land!“
Sie blieben noch einen Tag bei ihm, dann fuh-ren sie ab, und er mit ihnen. Das Schiff fliegt wie ein Vogel; war es sonst zwei Wochen gefahren, so jetzt zwei Tage… Sie kamen an; er verabschiedete sich und verließ sie. Dann verwandelte er sich in eine Fliege, setzte sich diesen Kaufleuten auf die rechte Schulter und sitzt nun dort. Sie kommen zum Zaren. „Befehlt nicht“, sagen sie, „uns hinzu-richten, befehlt, ein Wort zu sagen.“ – „Redet, redet!“ – „Im Meer auf einer Insel lebt eine Mutter mit ihrem Sohn, mit Iwan Iwanytsch. Und sie ha-ben genauso ein Schloß wie Ihr. Wir haben“, sagen sie, „drei Tage dort gewohnt: das sind so edelmütige, umgängliche Leute…“ – „Meine Herren Kaufleute, wendet eure Schiffe, wir fahren hin!“ Die Tanten kamen sofort herbeigesprungen. „Ach, was hört Ihr auf einen gewöhnlichen Bauern vom Dorfe… Kommt lieber mit uns übers Meer; wir haben dort fremdländische Kater!“ – „Schön“, sagt er, „morgen!“ Die Kaufleute schenkten dem Zaren die Tiere und gingen nach Hause… Der wei-se Iwan sagt: „Beil und Knüppel! Ich will zu Hause sein!“ Sogleich brachten sie ihn nach Hause; er legt sich schlafen. „Beil und Knüppel! Daß morgen ja jene fremdländischen Kater bei mir sind!“
Am anderen Tag kommt wieder ein Schiff an der Insel vorbei. „Meine Herren Kaufleute! Kommt bitte zu mir!“ Die haben Angst: nichts ist dagewesen, und nun das alles… Er lud sie ein, bewirtete sie; sie bestaunen in einem fort das Schloß und die fremdländischen Kater: das Fell schmiegt sich nur so an… Auch diese Kaufleute blieben drei Tage, er gab ihnen Zobel, Füchse und Marder, noch bessere als den ersten, und fuhr mit ihnen davon. Sie fuhren also; eine solche Stille ist auf dem Meere, aber das Schiff fliegt wie ein Vogel… Die Kaufleute denken: „Das ist ein Engel“, sagen sie, „und kein Mensch; ein Heiliger, ganz bestimmt…“ Der weise Iwan kommt mit ihnen an, verabschie-dete sich von ihnen, verwandelte sich in eine Fliege und setzte sich dem einen Kaufmann auf den Kopf. Die Kaufleute gingen zum Zaren und brin-gen ihm Zobel, Füchse und Marder, noch bessere als das erstemal. Der Zar staunt. Die Kaufleute sagen: „Auf einer Insel im Meer steht genauso ein Schloß wie bei Euch; und sie haben dort fremdländische Kater. Es lohnt, sich das anzusehen.“ – „Meine Herren Kaufleute, wendet eure Schiffe, wir fahren zu der Insel!“ Wieder sagen die Tanten: „Ach, was hört ihr auf jeden Knasterbart! Fahrt lieber mit uns: bei der Tante im Garten gibt es Paradiesvögel, die singen herrliche Lieder.“ – „Ergebensten Dank! Damals“, sagt er, „bin ich die fremdländischen Kater ansehen gefahren und habe nichts gesehen!“ – „Nun, die konnten davon-rennen, aber die Vögel werden nirgends hinren-nen! Fahrt lieber mit uns…“ – „Nun schön“, sagt er. Die Kaufleute gingen nach Hause. Der weise Iwan sagt: „Beil und Knüppel, ich will bei meiner Mutter sein!“ Sie brachten ihn auf die Insel; er legt sich schlafen: „Beil und Knüppel! Daß morgen ja die Paradiesvögel bei mir sind und herrliche Lieder singen!“ Er wacht am Morgen auf und hört: herrliche Musik. Sie lauschten und lauschten…
Danach kommt ein drittes Schiff an der Insel vorbei. Wieder lud Iwan-Zarewitsch die Kaufleute ein, gab ihnen Zobel, Marder und Füchse. Sie blieben drei Tage bei ihm, fuhren los, und er mit ihnen. Das Schiff fliegt wie ein Vogel… Sie kamen an; er verabschiedete sich und ging fort; dann verwandelte er sich in eine Fliege und setzte sich dem einen Kaufmann auf den Kopf. Die Kaufleute kommen zum Zaren und überreichen die Füchse, Marder und Zobel. Der Zar sagt: „Das sind mir Zobel! Eine Augenweide!“ – „Da haben wir ganz andere Dinge gesehen!“ sagen sie. „Im Meer auf einer Insel steht genauso ein Schloß wie Eures; dort lebt eine vornehme Dame mit ihrem Sohn Iwan Iwanytsch. Sie haben dort fremdländische Kater, und Paradiesvögel singen herrliche Lieder…“ – „Ach, Kaufleute, wendet eure Schiffe; ich will mit euch fahren!“ Und wieder die Tanten: „Ach, wie seid ihr leichtgläubig! Fahrt lieber mit uns; wir haben sechs Söhne, strahlend wie die Falken, die Arme bis zum Ellbogen in Gold, die Beine bis zum Knie in Silber, und an jedem Haar eine Perle; die können bestimmt nicht verschwin-den, sie werden nur zur Mittagszeit für zwei Stunden herausgelassen.“ Der Zar dachte an seine Söhne. „Schön“, sagt er, „fahren wir…“ Die Kauf-leute gingen nach Hause. Der weise Iwan aber stach die eine Tante ins Auge und die andere in den Kopf… „Ach“, sagt die, „mich hat etwas in den Kopf gestochen!“ Das Blut lief sogleich, und sie band ein Tuch darum. Der weise Iwan aber verwandelte sich in eine Fliege und flog nach Hause.
„Nun, Mutter, backt mir zu morgen sechs Kuchen!“ Da buk sie ihm sechs Kuchen. Er sagt: „Beil und Knüppel! Daß ich ja genau zur Mittagszeit dort bin!“ Sie brachten ihn dorthin; jene Zauberin ließ alle sechs Söhne heraus. Ach, wie sie umherrannten… Die Arme bis zu den Ellbogen in Gold, die Beine bis zu den Knien in Silber, und an jedem Haar eine Perle. Er warf ihnen einen Kuchen hin, dann den zweiten, den dritten, alle… Sie griffen danach und begannen zu essen. „Ach“, sagen sie, „wie schmecken die, wie schön sind sie, als hätten Mutters Hände sie gebacken.“ Da sahen sie den Bruder… „Versteck dich“, sagen sie, „so schnell wie möglich!“ Und die Zauberin sagt: „Ah, weiser Iwan! Auch du willst zu mir.“ Er sagt: „Beil und Knüppel! Hackt sie in kleine Stücke und werft sie alle ins Wasser!“ Sie zerhackten sie und war-fen die Stücke ins Wasser… Da freuten sich alle Brüder, daß sie die Zauberin los waren. „Beil und Knüppel! Wir wollen an unserem Haus sein.“ Sogleich waren sie alle an ihrem Haus. Die Mutter kam heraus und erkannte sie alle. Sie fielen alle auf die Knie: „Mutter, Mutter!“ – „Bedankt euch beim Jüngsten…“, sagt sie. Und der Zar war wieder nicht zu ihnen gekommen: die eine Tante sah nur noch auf einem Auge, und der anderen war der Kopf angeschwollen wie ein Bierkessel.
Wieder kommen Kaufleute auf Schiffen gefahren; sie staunen. Der weise Iwan kommt heraus und lädt sie ein: „Kommt bitte!“ Die Brüder hatten noch keine Menschen gesehen, sie sind ganz verwundert… Die Kaufleute bestaunen sie noch mehr. Sie blieben drei Tage und kommen zum Zaren. „Ach, Väterchen, Eure Kaiserliche Majestät! Im Meer auf einer Insel steht genauso ein Schloß wie Eures, und es wohnen darin sechs Brüder, die Arme bis zum Ellbogen in Gold, die Beine bis zu den Knien in Silber, und an jedem Haar eine Perle; der siebente Bruder aber ist der weise Iwan. Es gibt dort auch fremdländische Kater, und Para-diesvögel singen herrliche Lieder.“ – „Ach, Brüder, wendet Eure Schiffe, wir wollen fahren!“ Die Tan-ten aber sind nicht da, sie liegen im Bett… Sie fuhren los.
Nach einer Woche kommen sie zu dieser Insel. Der Zar staunt selber… Zu seiner Begrüßung kommt der weise Iwan mit seinen Brüdern und seiner Mutter heraus… Der Zar fiel auf die Knie und begann vor Freude zu weinen… Und der Zar schickte sofort einen Erlaß, sie sollten spurlos verschwinden (die Tanten nämlich). Der Zar kam zurück. Zur Begrüßung kam ihm die ganze Stadt entgegen, die Senatoren, und die Zarin wurde an den Händen geführt… Der weise Iwan sagt: „Beil und Knüppel! Daß mir ja alles hier ist: die Para-diesvögel und die fremdländischen Kater!“ Was war das für eine Freude, und wie bestaunte das Volk diese seltsamen Dinge und die Zarenkinder!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


eins + 8 =

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>